Das Haus des Enzo Ferrari - Teil 1 (2012)

Bilder und Bericht von Daniel Schmidt, 1. Nov. 2018

Zu Gast bei Enzo - Modena

Teil 1 dieses Berichts handelt von der Ausstellung des Museo Casa Enzo Ferrari im Jahr 2012.

Das Museum wurde im Frühjahr 2012 eröffnet und ich konnte mir damals schon kurz danach ein Bild von der Ausstellung machen.

Ein Großteil der Fahrzeuge stammte aus Arese, Mailand - sehr wahrscheinlich deswegen, weil das dort ansässige Alfa Romeo-Museum zu diesem Zeitpunkt schon seit einem Jahr renoviert wurde.

Zu unserem Erstaunen guckte uns beim Stadtbummel durch Mailand einige Tage zuvor sogar ein Alfa Tipo 33 Stradale durch das Schaufenster eines Klamottenladens an. Scheinbar wusste man damals nicht so recht wo man die roten Renner langzeitparken soll.

 

In dem von Mailand 180 km entfernten Museum fanden aber auch andere wunderschöne Exponate ein Dach über dem Kopf. Keinseswegs nur Ferraris, wie man vermuten könnte. Die Markenpalette reichte von Alfa Romeo, Auto Avio (ebenfalls gegründet von Enzo Ferrari) über Fiat, De Tomaso und Maserati bis hin zu Stanguellini.

In dem neu erbauten Gebäude standen insgesamt 18 seltene und geschichtsträchtige Automobile.

 

Darunter zum Beispiel ein Alfa Romeo Tipo 158 Alfetta, mit dem Alfa mitunter die ersten zwei jemals ausgetragenen Formel 1 Saisons für sich entscheiden konnte. 

  

Unweit entfernt davon stand ein Alfa Romeo Gran Premio "Aerodinamica", welcher unter der Leitung der Scuderia Ferrari aerodynamisch verbessert wurde und rückblickend schon stark an heutige Formel-1 Wagen erinnert.

 

Ebenfalls ein bekannter Klassiker aus der Zeit der Alfa/Scuderia Ferrari Kooperation: Der Alfa Romeo Bimotore (2. Bild unten), der, wie der Name schon sagt, zwei Motoren in sich trägt. Dieser ist zwar verwandt mit dem Gran Premio, erwies sich aber als übergewichtige Fehlkonstruktion.

 

Die meisten damals gezeigten Alfa Romeos zogen 2015 in das neue Museo Storico Alfa Romeo in Arese. Mit vielen der Fahrzeuge konnte ich auch deshalb dieses Jahr ein Wiedersehen feiern. Wer wissen will, wo und wie einige der Fahrzeuge nun ausgestellt werden, sollte in meinen Bericht "Das Kleebatt-Museum" reinschauen.

Bei den zwei ausgestellten Ferraris handelte es sich um einen cremefarbenen 166 MM Barchetta Touring und selbiger als blaues Coupe.

    

Das Museum war nicht als klassisches Automobilmuseum zu verstehen, denn es drehte sich dort hauptsächlich um das Lebenswerk des "Commendatore". Die Autoausstellung des Museums befindet sich, damals wie heute, in einem futuristisch anmutenden gelben Gebäude, das einer Motorhaube nachempfunden sein soll. Dort waren die hier gezeigten Fahrzeuge zu sehen, von dem jedes einzelne direkt oder indirekt, ob als Konstrukteur oder Fahrer, Ferraris Lebensweg kreuzte.

Im nebenstehenden Geburtshaus des Ferrari-Gründers wurden unter anderem persönliche Gegenstände ausgestellt, welche Geschichten über seine Person und über die von ihm geschaffene Marke erzählten.

Mit dieser Grundstruktur der Ausstellung wurde jedoch gebrochen, wie ich bei meinem diesjährigen Besuch im Jahr 2018 feststellen musste.

 

 

Wie das Museum jetzt wirkt und welche Fahrzeuge dort jetzt zu sehen sind kannst Du bald im Teil 2 dieses Berichts lesen!

 


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